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DiGuLa
Blog 6 Min. Lesezeit von Patricia Reitz

BEP im Alltag — was wirklich bleibt, wenn der Ordner zugeklappt wird

Der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan ist 240 Seiten stark. In der Kita bleibt davon — wenn es gut läuft — vielleicht eine handvoll Haltungen. Warum das kein Makel ist, sondern der eigentliche Punkt.

Wenn ich als Fachberaterin in eine KiTa komme, liegt der BEP-Ordner meist auf dem Regal neben der Leitungstür. Griffbereit — und unberührt.

Das ist nicht Faulheit der Kolleginnen. Das ist der eigentliche Design-Fehler: Der BEP funktioniert nicht als Nachschlagewerk. Er funktioniert, wenn er zur Haltungsgrundlage wird — und aus dieser Haltung wenige, aber tägliche Praxisentscheidungen fließen.

Drei Fragen, die den BEP im Alltag rettet

1. Wer führt gerade? — Kind oder Erwachsener? Beides ist okay. Nur sollte es bewusst sein. Die meisten Pannen entstehen, wenn Erwachsene führen und meinen, das Kind tut es (oder umgekehrt).

2. Welche Transition passiert gerade? — Wechsel vom Freispiel in die Essenssituation? Vom Außen ins Innen? Transitionen sind die empfindlichsten Momente des Tages. Wer sie gestaltet statt erleidet, hat 70% der Tagesstruktur gewonnen.

3. Wo ist der BEP-Bezug? — Nicht in jeder Situation nötig. Aber bei jedem Bildungsangebot sollte ein Satz dastehen, der erklärt: “Weil wir im Bildungsbereich X beobachten, dass …” — sonst ist es Beschäftigung, nicht Bildung.

Was im Fortbildungsformat funktioniert hat

In den Einrichtungen, die ich begleite, machen wir kein Frontal-BEP-Referat mehr. Das ist nicht nachhaltig. Stattdessen:

Was das für DiGuLa bedeutet

Unsere Konzeption “Von der Konzeption DiGuLa” ist nach diesen Prinzipien gebaut. Updates vierteljährlich, Fokus auf Haltung statt Vollständigkeit. Das gibt es auf Anfrage — und natürlich in jeder Fortbildung, die wir anbieten.

Wer konkret Fragen zur BEP-Umsetzung hat: Fachberatung anfragen — ich antworte normalerweise innerhalb von 48 Stunden.